E-Rechnung in den VAE 2026 und 2027: Fristen und was jetzt zu tun ist
Die Termine beruhen auf Ministerialbeschlüssen des Finanzministeriums. Ob Ihr Start glatt läuft, hängt an Ihren eigenen Daten und Systemen, und diese Arbeit kann heute beginnen.

Die E-Rechnung in den VAE kommt nach festen Terminen: Pilotphase ab 1. Juli 2026, Pflicht ab 1. Januar 2027 für Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 50 Millionen AED und ab 1. Juli 2027 für alle darunter. AI Vision Hub aus Business Bay, Dubai, ist kein ASP. Wir automatisieren die Datenarbeit rund um den Austausch.
Welche Fristen gelten für die E-Rechnung in den VAE?
Der Zeitplan beruht auf den Ministerial Decisions No. 243 und 244 von 2025 des Finanzministeriums, mit einer im Mai 2026 bekanntgegebenen Verlängerung. Stand September 2026 gelten diese Termine:
- 1. Juli 2026 - Pilotphase und freiwillige Teilnahme beginnen.
- 30. Oktober 2026 - Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 50 Mio. AED müssen einen Accredited Service Provider (ASP) beauftragt haben. Ursprünglich war dafür der 31. Juli 2026 vorgesehen.
- 1. Januar 2027 - die E-Rechnung wird Pflicht für Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 50 Mio. AED.
- 1. Juli 2027 - die Pflicht gilt auch für Unternehmen unter 50 Mio. AED.
- 1. Oktober 2027 - Behörden und staatliche Stellen folgen.
Was macht ein ASP, und was ist PEPPOL?
Ein Accredited Service Provider ist ein zugelassenes Unternehmen, das E-Rechnungen in Ihrem Auftrag austauscht. Ihr ERP schickt die Rechnungsdaten an Ihren ASP. Der ASP stellt sie über das PEPPOL-Netz dem ASP des Käufers zu, und die Steuerdaten gehen an die Federal Tax Authority (FTA). Das ist ein dezentrales 5-Corner-Modell: Lieferant, ASP des Lieferanten, ASP des Käufers, Käufer und FTA.
Wer die XRechnung aus Deutschland kennt, erkennt das Grundprinzip: Die Rechnung ist ein strukturierter Datensatz, kein PDF im E-Mail-Anhang. Der Weg über ASP und PEPPOL-Netz samt Meldung an die FTA folgt aber den eigenen Regeln der VAE. Fehlende oder falsche Felder führen zu Ablehnungen und Korrekturen. Deshalb ist die Vorbereitung vor allem eine Datenaufgabe und kein Softwarekauf.
Unternehmen unter 50 Mio. AED sollten ihre eigene Frist für die Beauftragung eines ASP beim Finanzministerium, bei der FTA oder mit ihrem Steuerberater klären. Diese Seite erklärt den Ablauf, sie ist keine Steuerberatung.
Was sollte ein Unternehmen in den VAE jetzt tun?
Das meiste davon hängt nicht davon ab, welchen ASP Sie wählen. Sie können noch diesen Monat anfangen:
- Stammdaten bereinigen - jeder Kunde und Lieferant mit korrektem Firmennamen, Adresse und 15-stelliger TRN. Eine falsche TRN in den Stammdaten wiederholt sich auf jeder Rechnung.
- Pflichtfelder prüfen - vergleichen Sie Feld für Feld, was Ihre Rechnungen heute enthalten und was das Datenmodell der E-Rechnung verlangt.
- ERP testen - klären Sie, ob Ihre Systemversion strukturierte E-Rechnungsdaten erzeugen und einen ASP anbinden kann oder ein Update beziehungsweise einen Konnektor braucht. Hängt Ihre VAE-Niederlassung am ERP der Zentrale in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, stellen Sie diese Frage besonders früh.
- Rechnungseingang erfassen - listen Sie jeden Weg auf, über den Lieferantenrechnungen heute ankommen: E-Mail, Portale, Papier, WhatsApp. Auch eingehende E-Rechnungen müssen abgeglichen und freigegeben werden.
- ASP mit dem Steuerberater auswählen - vergleichen Sie Anbindungen an Ihr ERP, Support und den Umgang mit abgelehnten Rechnungen.
- Pilotphase nutzen - senden Sie Testrechnungen vor Ihrem Pflichttermin, nicht erst an diesem Tag.
Wo hilft Automatisierung bei der E-Rechnung?
AI Vision Hub ist kein ASP und übermittelt keine E-Rechnungen. Wir automatisieren die Arbeit rund um den Austausch: Stammdaten prüfen und korrigieren, Pflichtfelder validieren, bevor eine Rechnung Ihr ERP verlässt, Eingangsrechnungen mit Bestellungen abgleichen, Freigaben steuern und Ihr ERP an den ASP Ihrer Wahl anbinden.
Rechenbeispiel: Angenommen, Ihr ERP enthält 1.200 Kunden- und Lieferantendatensätze, und eine Person braucht 3 Minuten, um jeden auf TRN, Firmennamen und Adresse zu prüfen. Das sind 3.600 Minuten oder 60 Stunden. Prüft eine Automatisierung alle Datensätze und markiert 180 als fehlerhaft, sieht sich ein Mensch nur diese an: 180 mal 3 Minuten sind 540 Minuten oder 9 Stunden. Die 180 sind eine Annahme, die echte Zahl bestimmen Ihre Daten.
Solche Prüfungen bauen wir auch in eigene Systeme ein. Stand September 2026 holt, prüft und bewertet DXB Radar, unser Datenprodukt für Dubai, alle 2 Stunden Daten aus rund 20 öffentlichen Quellen, und ein kompletter Lauf dauert rund 6 Minuten ohne manuellen Schritt. Mehr dazu unter Beispiele für KI-Automatisierung und KI-Prozessautomatisierung in Dubai.
Einsatzgebiet
(VAE)- Business Bay
- DIFC
- Deira
- Jebel Ali Free Zone (JAFZA)
- DAFZA
- Dubai South
- Abu Dhabi
- Sharjah
- Ajman
- Ras Al Khaimah
Fragen
(FAQ)Ab 1. Januar 2027 für Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 50 Mio. AED und ab 1. Juli 2027 für Unternehmen darunter. Behörden folgen ab 1. Oktober 2027.
Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 50 Mio. AED müssen bis 30. Oktober 2026 einen Accredited Service Provider beauftragen. Die Frist wurde vom 31. Juli 2026 verlängert.
Nein. Wir automatisieren die Datenarbeit rund um die E-Rechnung, etwa Stammdatenprüfung, Rechnungsabgleich und Freigaben, und binden Ihr ERP an den ASP Ihrer Wahl an.
Ja, zu einem späteren Termin: Unternehmen unter 50 Mio. AED Jahresumsatz folgen ab 1. Juli 2027. Welche Umsätze erfasst sind und bis wann Sie einen ASP beauftragen müssen, klären Sie mit dem Finanzministerium, der FTA oder Ihrem Steuerberater.
Bereinigen Sie Kunden- und Lieferantenstammdaten, vergleichen Sie Ihre Rechnungen mit den Pflichtfeldern, klären Sie, ob Ihr ERP strukturierte Daten erzeugen kann, und listen Sie alle Eingangswege für Rechnungen auf. Nichts davon hängt vom ASP ab.
Reden
wir.
Der KI-Check per Video auf Deutsch ist kostenlos, Termine in Dubai nach Absprache. Wir antworten meist innerhalb eines Werktags, eine kurze WhatsApp-Nachricht genügt.